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UCC

Das UCC (Uniform Code Council) war das nordamerikanische Council und die führende Standardisierungsorganisation, die historisch für die Verwaltung und Vergabe der UPC-Standards (Universal Product Code) zuständig war und damit die Grundlage für die maschinelle Lesbarkeit von Produktinformationen im Einzelhandel schuf. Es fusionierte später zur global agierenden Organisation GS1.

Technische Aspekte der UCC-Standards

Die technische Kernaufgabe des UCC lag in der Definition, Zuweisung und Pflege der Identifikationsstandards, die eine eindeutige Kennzeichnung von Handelsartikeln weltweit ermöglichten. Die Standards sind eng mit dem technischen Aufbau der Barcodes verbunden.

  • UPC-Code (Universal Product Code): Das UCC war der ursprüngliche Verwalter des UPC-Systems, das in den 1970er Jahren in Nordamerika eingeführt wurde. Technisch gesehen ist der UPC ein 12-stelliger numerischer Code, der in einen Strichcode übersetzt wird, der aus einer Abfolge von Balken und Lücken variierender Breite besteht.
    • Die ersten Ziffern des UPC bilden den Hersteller- oder Unternehmenspräfix, dessen Vergabe zentral durch das UCC (später GS1 US) organisiert wurde.
    • Die folgenden Ziffern dienen der Artikelreferenznummer, die vom Hersteller selbst zur eindeutigen Kennzeichnung spezifischer Produkte (SKUs) vergeben wird.
    • Die letzte Ziffer ist die Prüfziffer, die zur technischen Fehlererkennung beim Scannen dient und durch einen mathematischen Algorithmus berechnet wird.
  • Barcodetechnik: Das UCC standardisierte nicht nur die Nummerierung, sondern auch die technischen Spezifikationen für die optische Lesbarkeit des Codes, einschließlich der Mindestgröße, der Farbanforderungen und der Toleranzen bei der Druckqualität, um eine hohe Erstleserate an der Kasse zu gewährleisten.
  • Globale Harmonisierung: Technisch spielte das UCC eine Schlüsselrolle bei der Harmonisierung des nordamerikanischen UPC-Standards mit dem europäischen EAN-Standard (European Article Numbering, heute GS1-13). Die Vereinheitlichung dieser Systeme (Global Trade Item Number, GTIN) war notwendig, um den grenzüberschreitenden Handel zu vereinfachen.

Organisatorische Aspekte und Evolution

Organisatorisch war das UCC eine Mitgliederorganisation, deren Tätigkeitsfeld über die bloße Codierung hinaus die Förderung von Effizienz im Handel umfasste.

  • Standardverwaltung und Governance: Die Hauptaufgabe bestand in der Verwaltung der Nummernkreise und der Vergabe von eindeutigen Unternehmenspräfixen. Diese zentrale organisatorische Funktion stellt sicher, dass weltweit kein Produkt die gleiche Identifikationsnummer erhält.
  • Industrieintegration: Das UCC förderte die Implementierung von Barcodes und Standards über den gesamten Lebenszyklus eines Produkts hinweg, von der Herstellung über die Lagerung bis zum Verkauf. Dies umfasste die Entwicklung von Standards für elektronischen Datenaustausch (EDI) im Zusammenspiel mit den physischen Produktcodes.
  • Fusion zu GS1 US: Im Jahr 2005 schloss sich das UCC mit anderen nationalen EAN-Organisationen zusammen, um die globale Dachorganisation GS1 zu bilden. Das UCC wurde in GS1 US umbenannt, um die weltweite Konsistenz der Standards und die globale Governance zu gewährleisten. Diese organisatorische Umstrukturierung zielte darauf ab, die Standards für die globale Lieferkette zu vereinheitlichen und zu verwalten.
  • Einfluss auf die Logistik: Durch die Einführung des UPC/GTIN-Standards vereinfachte das UCC organisatorisch die Bestandsführung, das Kassenwesen (Point of Sale, POS) und das Transshipment in Lagern und Transitterminals erheblich.



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