Der ROI (Return on Investment) ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die die Rentabilität einer Investition bewertet. Er gibt an, in welchem Verhältnis der Gewinn zu dem eingesetzten Kapital steht und dient damit als zentraler Indikator für wirtschaftliche Entscheidungen.
Der ROI wird typischerweise als Quotient aus dem Gewinn einer Investition und dem eingesetzten Kapital berechnet. Die Formel lautet: ROI = (Gewinn / eingesetztes Kapital) × 100 %. Dabei kann der Gewinn als operativer Gewinn, Nettogewinn oder EBIT definiert werden, je nach Betrachtungsziel. Ein hoher ROI zeigt eine effiziente Kapitalverwendung, während ein niedriger ROI auf eine wenig rentable Investition hinweist.
Technisch betrachtet ist der ROI ein einfach zu berechnendes, standardisiertes Maß, das sich sowohl für einzelne Projekte als auch für gesamte Unternehmensbereiche anwenden lässt. Er ermöglicht den Vergleich verschiedener Investitionsoptionen und unterstützt die Priorisierung von Projekten. In der Praxis wird der ROI häufig ergänzt durch weitere Kennzahlen wie die Amortisationsdauer, den Kapitalwert (NPV) oder die interne Rendite (IRR), um ein umfassenderes Bild der Investitionsrentabilität zu erhalten.
Organisatorisch dient der ROI als Entscheidungsgrundlage für Management, Controlling und Investitionsplanung. Er unterstützt die strategische Steuerung, indem er transparente und quantifizierbare Daten über den wirtschaftlichen Erfolg liefert. Im Rahmen des Projektmanagements kann der ROI helfen, Investitionen in neue Produkte, Technologien oder Prozesse zu bewerten und die Effizienz von Ressourceneinsatz und Kostenstruktur zu überprüfen.
In der Praxis ist der ROI ein entscheidendes Instrument zur Beurteilung von Investitionsvorhaben, Portfolioentscheidungen und Unternehmensstrategien. Unternehmen setzen den ROI ein, um die Wirtschaftlichkeit von Projekten zu überwachen, Investitionsentscheidungen zu rechtfertigen und den Einsatz von Kapital zu optimieren. Trotz seiner Einfachheit sollte der ROI jedoch stets im Kontext anderer wirtschaftlicher Faktoren betrachtet werden, da er beispielsweise Risiken, qualitative Aspekte oder langfristige Effekte nur eingeschränkt berücksichtigt.