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Qualitätsmanagement

Qualitätsmanagement (QM) ist ein umfassender, ganzheitlicher und systematischer Ansatz zur Unternehmensführung, bei dem die Unternehmensleitung die strategische und operative Verantwortung für den Sachbereich **Qualität** übernimmt und durch den konsequenten, permanenten Einsatz geeigneter **Werkzeuge und Instrumente** Prozesse und Strukturen so gestaltet, dass Qualitätsverluste, Fehlerkosten und die **Eintretenswahrscheinlichkeit** von Mängeln präventiv vermieden werden können.

Organisatorische und Strategische Aspekte des Qualitätsmanagements

Auf der organisatorischen Ebene muss das Qualitätsmanagement als integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie verstanden und implementiert werden, um eine hohe Kunden-**Affinität** und Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

  • **Führungsverantwortung:** Organisatorisch liegt die Verantwortung für die Qualität an der Spitze (**CEO** und Unternehmensleitung). Dies stellt sicher, dass die Qualitätsziele als strategische **Meilensteine** in allen Bereichen (von der **Entwicklung** bis zur **Streuung**) verankert sind und die notwendigen **Investitionen** getätigt werden.
  • **Prozessorientierung:** QM erfordert die Definition und Dokumentation aller geschäftsrelevanten Prozesse (**Organigramm**). Diese Prozesse müssen kontinuierlich überwacht und optimiert werden, um Abweichungen zu erkennen und die **Realisation** der Produktstandards sicherzustellen.
  • **Zertifizierung und Standards:** Die Einhaltung internationaler Normen (z.B. ISO 9001) ist eine zentrale organisatorische Maßnahme. Eine Zertifizierung belegt nach außen die Qualität des Managementsystems und verbessert die Glaubwürdigkeit bei **Produktverwendern** und **Konkurrenten**.
  • **Lieferantenmanagement:** Organisatorisch erstreckt sich das QM auf die gesamte Wertschöpfungskette. Die Qualität der zugekauften Teile (**Bestellmenge**) muss durch Audits und Wareneingangskontrollen sichergestellt werden, um **potenzielle Probleme** in der eigenen Produktion zu vermeiden.
  • **Kultur und Schulung:** Eine qualitätsbewusste Unternehmenskultur muss geschaffen werden. Dies beinhaltet die regelmäßige **Schulung** der Mitarbeiter auf allen Ebenen hinsichtlich der relevanten Qualitätsstandards und Werkzeuge.

Die organisatorische Integration des QM ist entscheidend für dessen Wirksamkeit.

Technische und Instrumentelle Aspekte

Die technische Seite des Qualitätsmanagements umfasst die Anwendung analytischer Werkzeuge und statistischer Methoden, um Prozesse zu messen, zu steuern und Fehlerquellen systematisch zu eliminieren.

  • **Qualitätswerkzeuge:** Technische Instrumente wie das FMEA (Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse) werden präventiv eingesetzt, um kritische Fehler in der **Entwicklung** oder im Produktionsprozess zu identifizieren, bevor sie auftreten. Statistische Prozesskontrolle (SPC) überwacht die Produktionsprozesse in Echtzeit.
  • **Fehlerkosten und Verlustausschluss:** Das primäre technische Ziel ist die Vermeidung von Verlusten (Fehlerkosten, die den **Deckungsbeitrag** reduzieren). Dazu gehören interne Fehlerkosten (Ausschuss, Nacharbeit, **Desinvestition** nicht funktionsfähiger **Anlagen**) und externe Fehlerkosten (Garantieleistungen, Imageschäden).
  • **Kennzahlen und Controlling:** Das **Controlling** nutzt technische Kennzahlen (z.B. Fehlerhäufigkeit, First Pass Yield) zur permanenten Überwachung des Qualitätsniveaus. Die Datenanalyse erfolgt oft über Qualitätsinformationssysteme, die Teil der **Infrastruktur** sind.
  • **Technische Spezifikation:** Qualität wird technisch über messbare **Details** und Spezifikationen definiert, die sicherstellen, dass die Produkte die vertraglich vereinbarten oder gesetzlich vorgeschriebenen Anforderungen erfüllen.

Die technische Anwendung von Werkzeugen ermöglicht die datengestützte, systematische Verbesserung.



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