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Organigramm

Das Organigramm ist eine bildliche und hierarchische Darstellung der formalen **Organisationsstruktur** eines Unternehmens, welche die Gesamtheit der im Unternehmen existierenden Stellen, deren funktionale Gliederung in Abteilungen, sowie die formalen **Kommunikations- und Weisungsbeziehungen** (Verknüpfungen) zwischen diesen Stellen und den hierarchischen Ebenen visuell transparent macht.

Organisatorische und Strategische Aspekte des Organigramms

Auf der organisatorischen Ebene dient das Organigramm als primäres Instrument zur Veranschaulichung der Aufbauorganisation und zur strategischen Steuerung der Unternehmensführung. Es reflektiert die Entscheidungswege und Verantwortlichkeiten.

  • Hierarchische Darstellung: Das Organigramm veranschaulicht die Weisungsbefugnisse. An der Spitze steht typischerweise der **CEO** oder die Geschäftsleitung. Die darunter liegenden Ebenen zeigen die funktionalen Abteilungen (z.B. Produktion, Marketing, **Controlling**) und die delegierten Befugnisse.
  • Abteilungs- und Funktionsgliederung: Die Gliederung erfolgt meist nach Kriterien wie Funktion (z.B. Marketingabteilung), Division (z.B. Produktgruppen, geografische Märkte) oder Matrix (gleichzeitige Gliederung nach Funktion und Projekt). Die gewählte Struktur beeinflusst die Effizienz der **Realisation** von Projekten.
  • Klarheit der Verantwortlichkeiten: Organisatorisch schafft das Organigramm Klarheit über die Zuständigkeiten (z.B. wer ist für die **Finanzplanung** verantwortlich, wer für die **Investitionen** in **Anlagen**), was die interne Kommunikation optimiert und Zuständigkeitskonflikte reduziert.
  • Organisationsentwicklung: Bei der strategischen Planung von Veränderungen (z.B. **Desinvestition** von Geschäftsbereichen, Aufbau einer neuen Abteilung für digitale **Marketingmaßnahmen**) dient das Organigramm als Basisdokument, um die Auswirkungen auf die Gesamtstruktur zu simulieren und die organisatorischen **Meilensteine** der Umstrukturierung festzulegen.
  • Kommunikation: Das Organigramm wird sowohl intern (für neue Mitarbeiter, zur Klärung von Zuständigkeiten) als auch extern (gegenüber Investoren, Banken bei der Beantragung von **Fremdkapital**) verwendet, um die interne Struktur transparent zu machen.

Die organisatorische Struktur des Organigramms spiegelt die Führungsphilosophie des Unternehmens wider.

Technische und Detaillierungsaspekte

Die technische Erstellung und Wartung des Organigramms erfordert präzise **Details** über die Stellenbesetzung, die Berichtsbeziehungen und die zugewiesenen Funktionen.

  • Stellen- und Personenbezeichnungen: Jede Einheit (Kästchen) im Organigramm repräsentiert eine Stelle oder eine Abteilung. Technisch werden klare Bezeichnungen (z.B. "Leiter **Controlling**", "Team **Entwicklung**") verwendet, um die Funktion präzise zu definieren.
  • Linien und Pfeile: Die Verbindungen zwischen den Kästchen symbolisieren formale Weisungsbeziehungen (oft durchgezogene Linien) oder funktionale Beziehungen (gestrichelte Linien). Diese **Details** sind für das Verständnis der formalen Machtverteilung essenziell.
  • Technische Tools: Die Erstellung erfolgt heute meist mithilfe spezialisierter Software (HR-Systeme oder Diagramm-Tools), die die Aktualisierung bei Personal- oder Strukturveränderungen erleichtern.
  • Informelle versus Formelle Struktur: Das Organigramm bildet nur die formelle Struktur ab. Die informellen **Kommunikationsbeziehungen** und tatsächlichen Einflüsse (**Externer Beeinflusser** im internen Sinne) sind technisch nicht darstellbar, müssen aber vom Management berücksichtigt werden.
  • Detaillierungsgrad: Der Detaillierungsgrad variiert. Ein Gesamtorganigramm zeigt oft nur die obersten Ebenen, während für einzelne Abteilungen detailreichere Darstellungen der Sub-Struktur existieren.

Das Organigramm ist somit das technische Abbild der formalen **Organisationsstruktur** eines Unternehmens.



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