Acél
Dr. Acél & Partner AG
Persönlich und individuell
Rufen Sie uns an:
+41 44 447 20 66

Mbps

Mbps (Megabit pro Sekunde) ist die standardisierte Maßeinheit, die in der Telekommunikation und Informatik verwendet wird, um die Übertragungsgeschwindigkeit (Datenrate) eines digitalen Kommunikationskanals oder einer Netzwerkverbindung zu quantifizieren. Sie gibt an, wie viele Millionen Bits an digitalen Informationen pro Sekunde übertragen werden können und ist der primäre Indikator für die Leistungsfähigkeit eines Breitband-Internetzugangs.

Mbps (Megabit pro Sekunde) – Ausführliche technische und organisatorische Aspekte

Die Maßeinheit Mbps (Megabit per second) ist zentral für die Beschreibung der Kapazität von Datenleitungen, von der lokalen Netzwerkinfrastruktur (LAN) bis hin zu globalen Internetverbindungen (WAN). Die Einheit basiert auf dem Bit (Binary Digit), der kleinsten Informationseinheit der digitalen Kommunikation. Ein Megabit entspricht 106 Bit oder 1.000.000 Bit.

Technische Definition und Umrechnung

Die Angabe der Geschwindigkeit in Mbps erfolgt immer in Bits, da dies die technische Zählweise auf der physikalischen Übertragungsebene ist. Es ist wichtig, die Megabit von den Megabyte (MB) zu unterscheiden, die üblicherweise zur Angabe von Dateigrößen verwendet werden und die übertragene Datenmenge bezeichnen.

  • Umrechnungsfaktor: Ein Byte besteht aus 8 Bit (genauer: 1 Byte =8 Bit).
  • Praktische Berechnung: Um die reale Download-Geschwindigkeit in Megabyte pro Sekunde (MB/s) aus einer Mbps-Angabe zu berechnen, muss man die Mbps-Zahl durch 8 teilen. 1 Mbps=1.000.000 Bit/s Downloadrate in MB/s=8Datenrate in Mbps​ Ein Anschluss mit 100 Mbps Downstream bietet demnach theoretisch 12,5 MB/s an Nutzdatenübertragung.
  • Overhead: Die tatsächlich für Nutzdaten verfügbare Geschwindigkeit ist aufgrund des Protokoll-Overheads (Header-Informationen von TCP/IP, Ethernet etc.) geringfügig niedriger als der theoretische Wert. Der im ursprünglichen Text genannte Wert von etwas über 95 KByte/s pro Mbps berücksichtigt diesen Overhead grob.

Organisatorische und Wirtschaftliche Bedeutung

Die Einheit Mbps ist der Dreh- und Angelpunkt der Vermarktung und Bereitstellung von Internetdiensten:

  • Service Level Agreements (SLAs): Telekommunikationsanbieter garantieren ihren Geschäftskunden die Einhaltung spezifischer Upstream- und Downstream-Raten in Mbps. Für Privatkunden werden oft "bis zu"-Werte angegeben, die die technisch maximal mögliche Rate darstellen.
  • Netzwerk-Dimensionierung: Die Planung und Dimensionierung von Netzinfrastrukturen (DSL, Glasfaser, Mobilfunk) basiert auf der aggregierten Kapazität, die in Mbps oder Gbps (Gigabit pro Sekunde) gemessen wird. Die Anbieter müssen sicherstellen, dass die Kapazität in ihren zentralen Netzen die Summe der gebuchten Mbps-Werte der Kunden bewältigen kann.
  • Qualität von Diensten: Die erforderliche Mbps-Rate bestimmt die Qualität von Echtzeitanwendungen:
    • HD-Videostreaming: Erfordert typischerweise 5 bis 10 Mbps.
    • 4K-Streaming: Kann 25 Mbps oder mehr erfordern.
    • Videokonferenzen: Benötigen symmetrisch (Up- und Downstream) mindestens 2 bis 5 Mbps.

Daher ist Mbps nicht nur eine technische Größe, sondern auch ein kritischer Faktor für die Beurteilung der Leistungsfähigkeit digitaler Produkte und Dienste.



zurück zur Übersicht