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Maschinengeschäft

Das Maschinengeschäft in der Kabelkonfektionierung und Verbindungstechnik bezeichnet das spezifische Geschäftsfeld, das sich auf die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb von standardisierten Verarbeitungsmaschinen konzentriert. Diese Maschinen sind technisch darauf ausgelegt, die kritischen und repetitiven Prozessschritte der Kabelverarbeitung – primär das Ablängen, Abisolieren von Leitern sowie das Anschlagen (Crimpen) von Kontakten – hochgradig automatisiert und präzise durchzuführen.

Maschinengeschäft – Ausführliche technische und organisatorische Aspekte

Das Maschinengeschäft ist ein strategischer Sektor innerhalb der Zulieferindustrie, dessen Produkte die Voraussetzung für die effiziente und qualitätsgesicherte Massenproduktion von Kabelbäumen und Kabelsätzen bilden. Organisatorisch bedienen diese Hersteller die Kabelkonfektionäre und OEMs mit Geräten, die eine konstante, reproduzierbare Qualität der elektrischen Verbindungen garantieren. Die technische Beherrschung des Crimp-Prozesses und die Flexibilität der Maschinen sind dabei entscheidend.

Technische Ausrüstung und Kernfunktionen

Die von diesem Geschäftsbereich bereitgestellten Maschinen können in verschiedene technische Hauptkategorien unterteilt werden:

  • Abläng- und Abisoliermaschinen:
    • Funktion: Automatisches Abrollen des Drahtes von der Spule, präzises Schneiden auf die gewünschte Länge und Entfernen der Isolation an den Enden.
    • Technik: Nutzen rotierende Messer oder Laser und hochpräzise Längenmesssysteme (Encoder), um die Toleranzen im mm-Bereich oder besser einzuhalten. Die Steuerung erfolgt über CNC-Systeme.
  • Crimpmaschinen (Halb- und Vollautomaten):
    • Funktion: Befestigen des Kontakts (Terminals) am abisolierten Leiter.
    • Technik: Halbautomaten erfordern das manuelle Einlegen des Kabels, während Crimpvollautomaten (Lead Making Machines) den gesamten Prozess – Ablängen, Abisolieren, Crimpen an beiden Enden, Einziehen von Dichtungen – vollautomatisch in einem Durchgang erledigen. Die Crimp-Pressen üben definierte Kräfte aus, um eine gasdichte, metallische Verbindung zu gewährleisten.
  • Spezialmaschinen: Maschinen für das Verdrillen von Litzen, das Verzinnen von Enden oder das Einziehen von Gummitüllen (Seals).

Organisatorische und Qualitätsrelevante Aspekte

Der organisatorische Erfolg im Maschinengeschäft hängt von der Fähigkeit ab, höchste Qualitätsstandards und Flexibilität zu bieten:

  • Qualitätssicherung im Prozess: Die Maschinen sind technisch mit Überwachungssystemen ausgestattet, die während des Verarbeitungsprozesses die Qualität sicherstellen:
    • Crimp-Force-Monitoring (CFM): Kontinuierliche Überwachung des Kraftverlaufs während des Crimpvorgangs, um Abweichungen (z.B. durch lose Litzen oder falschen Crimp-Druck) sofort zu erkennen und fehlerhafte Teile auszusortieren. Organisatorisch ist dies ein entscheidendes Element der Null-Fehler-Strategie.
    • Messung der Abisolierlänge und Crimphöhe: Optische und taktile Sensoren prüfen die kritischen Maße jedes Kontakts.
  • Standardisierung vs. Individualisierung: Obwohl die Grundmaschinen standardisiert sind, bieten die Hersteller eine hohe organisatorische Anpassungsfähigkeit durch austauschbare Werkzeuge (Tooling), die für spezifische Kabelquerschnitte und Kontakttypen konzipiert sind.
  • Wirtschaftlichkeit und Produktivität: Die Maschinen sind auf extrem hohe Taktzeiten (Produktivität) ausgelegt. Organisatorisch sind die Rüstzeiten (Wechsel von Kabeltyp und Kontakttyp) ein wichtiger Faktor, der durch schnelle Werkzeugwechselsysteme minimiert werden muss, um die Wirtschaftlichkeit bei variantenreichen Produktionen zu gewährleisten.
  • Service und Wartung: Der Geschäftsbereich umfasst auch den organisatorischen Service der Wartung, Kalibrierung und Ersatzteilversorgung für die oft teuren und langlebigen Produktionsanlagen.



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