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Kommissionierzeit

Die Kommissionierzeit bezeichnet die Gesamtdauer, die ein Kommissionierer benötigt, um einen Auftrag oder eine Pickliste vollständig abzuarbeiten. Sie ist ein zentraler Kennwert zur Bewertung der Effizienz von Lager- und Kommissionierprozessen und beeinflusst direkt die Leistungsfähigkeit des Lagers.

Definition und Bestandteile

Die Kommissionierzeit setzt sich im Allgemeinen aus mehreren Zeitanteilen zusammen: Wegzeiten, Greifzeiten, Übernahme- und Übergabezeiten der Aufträge sowie Totzeiten. Wegzeiten entstehen beim Zurücklegen der Wege zwischen den Lagerplätzen; Greifzeiten umfassen die tatsächliche Entnahme der Artikel aus dem Regal; Übernahme- und Übergabezeiten betreffen die Annahme des Auftrags und die Abgabe der kommissionierten Ware; Totzeiten entstehen durch Unterbrechungen, Wartezeiten oder organisatorische Abläufe.

Einfachere Unterteilung

Oft wird die Kommissionierzeit in zwei Hauptkategorien unterteilt: Wegzeit und Verweilzeit. Die Wegzeit beschreibt die Dauer, die für das Bewegen im Lager benötigt wird, während die Verweilzeit die Zeit umfasst, die für das Greifen, Kontrollieren und Bearbeiten der Artikel aufgewendet wird. Diese Unterteilung erleichtert die Analyse von Optimierungspotenzialen, z. B. durch Verkürzung der Laufwege oder effizientere Lagerplatzgestaltung.

Technische und organisatorische Aspekte

Zur Minimierung der Kommissionierzeit werden sowohl technische als auch organisatorische Maßnahmen eingesetzt. Technisch können Fördermittel, fahrerlose Transportfahrzeuge, Pick-by-Light- oder Pick-by-Voice-Systeme die Greif- und Wegzeiten verkürzen. Organisatorisch spielt die strategische Anordnung der Lagerplätze, die Bildung von Kommissionierwegen und die Wahl geeigneter Kommissionierstrategien (z. B. Mann-zur-Ware oder Ware-zum-Mann) eine entscheidende Rolle. Weitere Einflussfaktoren sind die Schulung der Mitarbeiter und die effiziente Einbindung der Kommissionierprozesse in das Lagerverwaltungssystem.

Analyse und Optimierung

Die Erfassung der Kommissionierzeiten dient der Leistungsbewertung und Prozessoptimierung. Durch gezielte Messungen und Analysen lassen sich Engpässe, unnötige Wege oder zeitraubende Arbeitsschritte identifizieren. Dies ermöglicht die Einführung von Maßnahmen zur Effizienzsteigerung, wie die Anpassung von Lagerlayouts, die Automatisierung bestimmter Abläufe oder die Verbesserung der Auftragspicklistenstruktur.

Zusammenfassung

Die Kommissionierzeit ist ein essenzieller Parameter zur Beurteilung der Lager- und Kommissionierleistung. Durch die Betrachtung ihrer Bestandteile und die Optimierung von Prozessen, technischen Hilfsmitteln und organisatorischen Abläufen lässt sich die Effizienz deutlich steigern.



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