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Kommissionierleistung

Die Kommissionierleistung beschreibt die Effizienz und Produktivität eines Mitarbeiters oder Systems bei der Zusammenstellung von Aufträgen im Lager. Sie ist ein zentraler Kennwert in der Lagerlogistik und dient der Bewertung von Arbeitsabläufen, Personalplanung und Lagerorganisation.

Messgrößen der Kommissionierleistung

Die Leistung kann auf unterschiedliche Weise quantifiziert werden. Gängige Kennzahlen sind:

  • Anzahl der Positionen pro Zeiteinheit: Wie viele unterschiedliche Artikel ein Kommissionierer in einer definierten Zeitspanne erfasst.
  • Anzahl der Artikeleinheiten: Die Gesamtanzahl von Einzel- oder Verkaufseinheiten, die pro Stunde oder Schicht kommissioniert werden.
  • Anzahl der Zugriffe: Die Häufigkeit, mit der ein Lagerfach oder Behälter während der Kommissionierung geöffnet wird.
  • Gewicht der kommissionierten Ware: Besonders relevant bei Logistikprozessen, bei denen Transportkapazitäten oder ergonomische Vorgaben eine Rolle spielen.

Technische Aspekte

Die Kommissionierleistung hängt stark von der Lagerstruktur, der eingesetzten Technik und den Arbeitsmitteln ab. Moderne Lager setzen auf elektronische Pick-by-Systeme wie Pick-by-Voice, Pick-by-Light oder fahrerlose Kommissionierfahrzeuge, die die Effizienz steigern. Softwaregestützte Lagerverwaltungssysteme ermöglichen die Optimierung von Laufwegen, Losgrößen und Auftragsbündelungen.

Organisatorische Bedeutung

Die Analyse der Kommissionierleistung unterstützt die Personal- und Ressourceneinsatzplanung. Durch die Ermittlung von Leistungsspitzen und Engpässen können Schichtpläne angepasst, Schulungen durchgeführt oder Automatisierungsmaßnahmen implementiert werden. Eine hohe Kommissionierleistung ist auch entscheidend für die Kundenzufriedenheit, da sie die Lieferzeiten verkürzt und Fehlerquoten reduziert.

Optimierungsmöglichkeiten

Zur Steigerung der Kommissionierleistung werden unter anderem folgende Maßnahmen eingesetzt: ergonomische Arbeitsplatzgestaltung, Verbesserung der Lagerplatzzuordnung (z. B. ABC-Analyse), Einsatz automatisierter Transportsysteme, Schulung des Personals und kontinuierliche Überwachung der Kennzahlen. Ziel ist es, den Materialfluss effizient zu gestalten und gleichzeitig die Arbeitssicherheit zu gewährleisten.



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