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ISO 14000

Die ISO 14000 ist eine international gültige Normenfamilie der International Organization for Standardization (ISO), die organisatorische und technische Anforderungen sowie Leitlinien für die Implementierung eines Umweltmanagementsystems (UMS) in Unternehmen festlegt. Sie dient primär dazu, Organisationen dabei zu unterstützen, ihre Umweltleistung durch die systematische Steuerung und kontinuierliche Verbesserung ihrer Umweltaspekte zu minimieren und gesetzliche Verpflichtungen einzuhalten.

ISO 14000 – Ausführliche technische und organisatorische Aspekte

Die Normenfamilie ISO 14000 ist nach der ISO 9000 (Qualitätsmanagement) die bekannteste Reihe von Managementnormen. Organisatorisch bietet sie einen Rahmen, der es Unternehmen jeder Größe und Branche ermöglicht, Umweltbelastungen proaktiv zu erkennen, zu bewerten und zu reduzieren. Die zentrale Norm innerhalb dieser Familie, die ISO 14001, legt die technischen Spezifikationen für die Zertifizierung fest.

Technische und Organisatorische Struktur (ISO 14001)

Die Kernnorm ISO 14001 basiert auf dem Prinzip des PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act) und bildet die organisatorische und technische Grundlage des Umweltmanagementsystems:

  • Plan (Planen):
    • Organisatorisch: Festlegung der Umweltpolitik und der Umweltziele.
    • Technisch: Identifikation und Bewertung aller Umweltaspekte (z.B. Energieverbrauch, Abfallerzeugung, Emissionen) und die Bestimmung der relevanten bindenden Verpflichtungen (Gesetze, Genehmigungen).
  • Do (Ausführen):
    • Organisatorisch: Implementierung der Prozesse, Zuweisung von Verantwortlichkeiten und Bereitstellung der notwendigen Ressourcen (z.B. Schulung des Personals).
    • Technisch: Durchführung der Maßnahmen und Kontrollen zur Steuerung der identifizierten Umweltaspekte.
  • Check (Überprüfen):
    • Technisch: Überwachung und Messung der Umweltleistung anhand von definierten KPIs (z.B. kg CO2​ pro Produktionseinheit).
    • Organisatorisch: Durchführung interner Audits zur Bewertung der Konformität des UMS mit den Normanforderungen und der eigenen Umweltpolitik.
  • Act (Handeln):
    • Organisatorisch: Durchführung der Managementbewertung und Ergreifung von Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung des UMS.
    • Technisch: Anpassung der Prozesse und technologischen Maßnahmen, um die Umweltziele effektiver zu erreichen.

Weitere Normen der ISO 14000-Familie

Neben der zertifizierbaren ISO 14001 existieren weitere Normen, die unterstützende technische und organisatorische Leitlinien bieten:

  • ISO 14004: Bietet allgemeine Leitlinien zur Implementierung und Aufrechterhaltung eines UMS.
  • ISO 14031: Konzentriert sich auf die Umweltleistungsbewertung (Environmental Performance Evaluation, EPE) und liefert technische Kennzahlen.
  • ISO 14040/14044: Legen die technischen und methodischen Anforderungen an die Durchführung einer Ökobilanz (Life Cycle Assessment, LCA) fest, um die Umweltauswirkungen eines Produkts über dessen gesamten Lebenszyklus zu bestimmen.

Organisatorisch ermöglicht die Zertifizierung nach ISO 14001 Unternehmen, ihr umweltbewusstes Handeln gegenüber Kunden, Behörden und der Öffentlichkeit glaubwürdig zu demonstrieren und gesetzliche Anforderungen systematisch zu managen.



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