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E-Payment

Unter E-Payment (Electronic Payment) versteht man die Abwicklung von Geldtransaktionen im Rahmen elektronischer Geschäftsprozesse, bei denen die Zahlungsinformationen und -autorisierungen über digitale Netzwerke, primär das Internet, übertragen werden. Diese Systeme sind essenziell für den E-Commerce und ermöglichen die sichere, schnelle und medienbruchfreie Begleichung von Forderungen.

E-Payment – Ausführliche technische und organisatorische Aspekte

Electronic Payment (E-Payment) umfasst alle Verfahren und Infrastrukturen, die den Austausch monetärer Werte zwischen Käufer und Verkäufer in einem digitalen Umfeld steuern und durchführen. Der zentrale Anspruch an E-Payment-Systeme liegt in der Gewährleistung von Sicherheit, Geschwindigkeit, Verfügbarkeit und Benutzerfreundlichkeit über offene Netze hinweg. E-Payment ist die kritische Schnittstelle zwischen E-Commerce und dem traditionellen Bankensystem.

Technische Infrastruktur und Protokolle

Die technische Basis von E-Payment-Systemen erfordert komplexe IT-Architekturen und spezialisierte Protokolle:

  • Zahlungsgateways (Payment Service Providers, PSP): Diese bilden die zentrale technische Schnittstelle zwischen dem Händler-Shop (E-Commerce-Plattform) und den Finanzinstituten. Sie sind für die Annahme, Validierung und Weiterleitung der Zahlungsinformationen zuständig.
  • Verschlüsselung und Authentifizierung: Zur Sicherung der sensiblen Kundendaten (z.B. Kreditkartennummern) werden standardisierte Verschlüsselungsverfahren wie TLS/SSL eingesetzt. Wichtig sind auch Protokolle zur starken Kundenauthentifizierung (Strong Customer Authentication, SCA), die beispielsweise durch 3D Secure (Mastercard Identity Check, Visa Secure) realisiert werden, um Betrug zu verhindern.
  • Tokenisierung: Bei diesem Sicherheitsverfahren werden die sensiblen Zahlungsinformationen durch einen nicht-sensiblen Ersatzwert (Token) ersetzt. Der Händler speichert nur den Token, während die eigentlichen Daten sicher beim PSP oder der Bank verbleiben.
  • Schnittstellenstandards: Die Kommunikation zwischen PSP, Banken und Netzwerken erfolgt über standardisierte APIs und Protokolle wie ISO 20022, um eine reibungslose Interoperabilität zu gewährleisten.

Organisatorische und Prozessuale Aspekte

Organisatorisch sind E-Payment-Lösungen darauf ausgelegt, die Akzeptanz von Zahlungen so einfach und breit gefächert wie möglich zu gestalten. Wichtige organisatorische Entscheidungen betreffen die Auswahl der unterstützten Verfahren:

  • Kartenbasierte Verfahren: Debit- und Kreditkarten (Visa, Mastercard). Der Händler trägt das Risiko des Betrugs (Chargeback-Risiko) und zahlt eine Transaktionsgebühr (Disagio).
  • Direktüberweisungsverfahren: Verfahren wie Sofortüberweisung oder Giropay, die eine sofortige Zahlungsbestätigung über die Online-Banking-Schnittstelle des Kunden ermöglichen. Der Händler erhält sofortige Zahlungssicherheit.
  • Wallet-Systeme: Digitale Geldbörsen wie PayPal oder Apple Pay, die die gespeicherten Kundendaten nutzen, um den Checkout-Prozess zu beschleunigen.
  • Kauf auf Rechnung/Ratenkauf: Hierbei übernimmt oft ein Drittanbieter (Factor) das Ausfallrisiko und die Fakturierung gegenüber dem Kunden.

Zudem ist die Einhaltung regulatorischer Vorgaben, wie der Payment Services Directive 2 (PSD2) in Europa, ein zentraler organisatorischer Aspekt, da diese die Anforderungen an die Sicherheit und Transparenz von Zahlungsdiensten festlegt.



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