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Durchlaufzeit (DLZ)

Die Durchlaufzeit (DLZ) beschreibt die Zeitspanne, die benötigt wird, um eine definierte Abfolge von Aktivitäten von Beginn bis zum Abschluss vollständig zu durchlaufen. Sie ist ein zentraler Indikator in der Produktions- und Logistikplanung, da sie direkt Einfluss auf Lieferfähigkeit, Lagerbestände und Ressourceneinsatz hat.

Definition und Bedeutung

Die Durchlaufzeit umfasst den Zeitraum vom Start der ersten Aktivität bis zum Abschluss der letzten Aktivität innerhalb eines Prozesses oder Produktionszyklus. Sie misst somit die Gesamtdauer, die ein Produkt, Auftrag oder Material benötigt, um sämtliche Bearbeitungs- und Transportschritte zu durchlaufen. Eine präzise Erfassung der DLZ ermöglicht Unternehmen, Engpässe zu identifizieren, Planungsgenauigkeit zu verbessern und die Kundenzufriedenheit durch termingerechte Lieferung zu erhöhen.

Technische Aspekte

Technisch wird die Durchlaufzeit durch Analyse von Prozessschritten, Bearbeitungszeiten, Transportzeiten und Wartezeiten ermittelt. In modernen Fertigungs- oder Logistikumgebungen werden DLZ-Daten häufig durch ERP- oder MES-Systeme (Manufacturing Execution Systems) erfasst. Faktoren wie Maschinenverfügbarkeit, Personalressourcen, Lagerkapazitäten und Transportmittel beeinflussen die DLZ maßgeblich. Optimierungsmaßnahmen wie Parallelisierung von Arbeitsschritten oder Reduktion von Pufferzeiten können die Durchlaufzeit signifikant verkürzen.

Organisatorische Aspekte

Organisatorisch dient die DLZ als Steuerungsgröße für Produktionsplanung, Auftragssteuerung und Lagerverwaltung. Sie ermöglicht die Priorisierung von Aufträgen, Planung von Kapazitäten und termingerechte Lieferzusagen. Eine kurze DLZ reduziert Lagerbestände, verringert Kapitalbindung und verbessert den Materialfluss. Unternehmen können anhand der DLZ Kennzahlen für Prozessbenchmarking und kontinuierliche Verbesserung (KVP) ableiten.

Vorteile und Nutzen

Die Analyse und Optimierung der Durchlaufzeit führt zu kürzeren Lieferzeiten, effizienter Ressourcennutzung und höherer Flexibilität gegenüber Kundenanforderungen. Durch transparente DLZ-Daten lassen sich Engpässe im Produktions- oder Lieferprozess frühzeitig erkennen, wodurch Verzögerungen und Produktionsstillstände minimiert werden. Sie unterstützt zudem die Umsetzung von Lean-Management-Strategien und Just-in-Time-Prozessen.

Zusammenfassung

Die Durchlaufzeit ist ein zentraler Leistungsindikator für Prozesse und Supply Chains. Durch ihre Messung und gezielte Optimierung können Unternehmen Effizienz steigern, Kosten senken und die Kundenzufriedenheit verbessern.



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