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Durchlagerung

Durchlagerung bezeichnet einen Lagerprozess, bei dem eingehende Waren zwar im Lager erfasst, jedoch nicht dauerhaft eingelagert werden, sondern unmittelbar an die Bedarfsstellen weitergeleitet werden. Diese Methode reduziert Lagerzeiten und beschleunigt die Warenverteilung innerhalb der Lieferkette.

Definition und Grundprinzip

Beim Durchlagern erfolgt die Erfassung des Lagerzugangs zur Dokumentation und Bestandsführung, ohne dass die Ware in ein reguläres Lagerfach einsortiert wird. Stattdessen wird sie direkt an die jeweiligen Bedarfsstellen oder Produktionslinien weitergeleitet. Dies ermöglicht eine schnelle Reaktion auf Nachfrage und minimiert die Handhabungszeit, wodurch die Effizienz der Logistikprozesse gesteigert wird.

Technische Aspekte

Technisch setzt die Durchlagerung ein Lagerverwaltungssystem (LVS) voraus, das die Warenbewegungen erfasst, die Bestände aktualisiert und die Weiterleitung an die Bedarfsstellen steuert. Fördertechnik, Barcode- oder RFID-Systeme sowie automatisierte Kommissionierstationen unterstützen die präzise Zuordnung und schnelle Weiterleitung der Waren. So können Fehler reduziert und ein lückenloser Informationsfluss innerhalb des Lagers gewährleistet werden.

Organisatorische Aspekte

Organisatorisch erfordert die Durchlagerung eine enge Abstimmung zwischen Wareneingang, Lagerverwaltung und den Bedarfsstellen. Die Mitarbeiter müssen über aktuelle Anforderungen informiert sein, um die Waren ohne Zwischenlagerung korrekt weiterzuleiten. Prozessrichtlinien, Schulung und klare Kommunikationswege sind entscheidend, um Verzögerungen oder Fehlleitungen zu vermeiden. In Produktionsumgebungen kann die Durchlagerung direkt an Montagelinien erfolgen, während in Handelslogistikzentren die Waren sofort zur Kommissionierung oder Verpackung weitergeleitet werden.

Vorteile und Einsatzbereiche

Die Durchlagerung bietet Vorteile wie verkürzte Durchlaufzeiten, reduzierte Lagerkosten, Minimierung von Umlagerungen und eine schnelle Bereitstellung der Waren an den Bedarfspunkten. Sie eignet sich besonders für verderbliche Güter, Just-in-Time-Lieferungen, E-Commerce-Lager und zentrale Distributionszentren. Durch diese Methode lassen sich Lagerprozesse effizient gestalten, die Lagerkapazität optimieren und die Liefergeschwindigkeit erhöhen.



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