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Drive-In-System

Das Drive-In-System ist ein Kanallagersystem auf Staplerbasis und eine Produktlösung der Jungheinrich AG. Es ermöglicht die effiziente Lagerung von Paletten in tiefen Kanälen, wobei Flurförderzeuge direkt in die Regalgassen einfahren, um Waren ein- und auszulagern.

Definition und Grundprinzip

Das Drive-In-System basiert auf tiefen Regalkanälen, in denen Paletten hintereinander gelagert werden. Stapler fahren direkt in diese Kanäle, um die Lagergüter zu platzieren oder zu entnehmen. Dadurch wird die Lagerfläche optimal genutzt, während gleichzeitig eine hohe Lagerdichte erzielt wird. Dieses System ist besonders geeignet für homogene Produkte mit großem Umschlagvolumen.

Technische Aspekte

Technisch zeichnet sich das Drive-In-System durch robuste Regalstrukturen aus, die für die Aufnahme mehrerer Palettenreihen ausgelegt sind. Stapler steuern die Ein- und Auslagerungen präzise innerhalb der Kanäle. In der Praxis wird häufig das LIFO-Prinzip (Last In, First Out) angewendet, da die hinteren Paletten nur nach Entfernung der vorderen zugänglich sind. Sicherheitsvorrichtungen und Sensorik verhindern Kollisionen und schützen sowohl die Ladung als auch die Regalstruktur.

Organisatorische Aspekte

Organisatorisch erfordert das Drive-In-System eine sorgfältige Lagerplanung, Koordination der Staplerbewegungen und Integration in Lagerverwaltungssysteme (LVS). Die LVS sorgen für die korrekte Positionierung der Paletten, optimieren die Ein- und Auslagerungsprozesse und gewährleisten die Bestandsgenauigkeit. Mitarbeiter müssen in der sicheren Bedienung der Stapler und dem Einlagern von Paletten innerhalb der Kanäle geschult sein.

Vorteile und Einsatzbereiche

Drive-In-Systeme bieten eine maximale Raumausnutzung, besonders bei großen Mengen identischer Produkte wie Lebensmittel, Getränke oder Baustoffe. Vorteile sind die hohe Lagerdichte, reduzierte Wegezeiten für Stapler, effiziente Nutzung der Lagerkapazität und flexible Einsatzmöglichkeiten von manuellen oder automatisierten Prozessen. Einschränkungen ergeben sich durch längere Zugriffzeiten auf einzelne Paletten und die Abhängigkeit vom LIFO-Prinzip.



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