CAD ist ein Kernbestandteil der digitalen Produktentwicklung und bildet die Grundlage für nachgelagerte Disziplinen wie CAE (Simulation), CAM (Fertigung) und PLM/PDM (Datenmanagement). Es unterstützt die modellbasierte Definition (MBD) und dient als Quelle für technische Kommunikation, Stücklisten und Fertigungsunterlagen.
Moderne CAD-Systeme bieten parametrische, feature-basierte Volumen- und Flächenmodellierung, hybride Direktmodellierung, Skelett- und Top-Down-Konstruktion, Varianten- und Konfigurationsmanagement sowie integrierte Baugruppenprüfungen (Kollision, Toleranz, Spaltmaß). Ergänzend existieren Drafting/Detailing, assoziatives Ableiten von Zeichnungen, B-Rep/TSplines/Sub-D für komplexe Formen und Schnittstellen zu neutralen Formaten (STEP, JT, IGES) und hersteller-spezifischen Formaten.
CAD-Modelle tragen Metadaten (Material, Toleranzen, PMI), Revisionsstände und Abhängigkeiten. Qualitätsregeln (z. B. Naming, Layer, Parametrik) werden über Prüfprofile und Modellchecks durchgesetzt, um Downstream-Robustheit und Wiederverwendbarkeit sicherzustellen.
In der Organisation ist CAD in PDM/PLM eingebunden: Änderungswesen (ECR/ECO), Freigabe-Workflows, Rechte- und Variantensteuerung sowie Mehrstandort-Kollaboration mit Concurrency-Mechanismen (Check-in/Check-out). Schnittstellen zu CAM/CAE ermöglichen durchgängige Prozessketten; MBD reduziert Zeichnungsaufwand und unterstützt papierarme Freigaben.
CAD erhöht Änderungs- und Variantenfähigkeit, reduziert Fehler durch Assoziativität und ermöglicht virtuelle Absicherung. Grenzen liegen in komplexen Abhängigkeiten, Datenfragmentierung und Tool-Heterogenität; Governance, Standards und Schulung sind entscheidend für Skalierbarkeit und Datenqualität.